Proteinshakes – Pure Chemie oder wertvoll für den Muskelaufbau?

04.12.2014

Hartnäckig halten sich im Netz die Gerüchte und Vorurteile zum Thema Eiweißshakes.

Sind diese Pulver nicht reine Chemie oder viel zu künstlich? Schädigt Protein nicht sogar die Nieren?

Auch uns erreichen täglich Fragen dieser Art. Natürlich haben wir Verständnis für die Verunsicherung.

In unserem heutigen Blog nehmen wir dir deine Zweifel und räumen endgültig mit diversen Vorurteilen auf.

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Eiweiß bzw. Proteine sind der Baustoff des Lebens. Neben Wasser besteht unser Körper zum größten Teil aus Proteinen, insbesondere unsere Muskeln, aber auch Haut, Haare, Fingernägel und diverse andere Zellen. Da unser Körper sich permanent selbst erneuert, ist Protein als Baustoff für den Körper essentiell, also lebensnotwendig.

Wer regelmäßig Sport treibt, insbesondere Krafttraining, hat einen deutlich höheren Proteinbedarf als jemand, der sein Leben fast ausschließlich auf dem Bürostuhl, der Couch oder im Auto verbringt. Logisch, denn Muskeln, die durch Training oder körperliche Belastung „geschädigt“ werden, brauchen mehr Baustoff zur Erneuerung und zum Aufbau. Unsere Empfehlung für Trainierende sind mindestens 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich – in Phasen einer unterkalorischen Ernährung sogar noch mehr. Proteine bauen nämlich nicht nur Muskeln auf. Sie schützen sie auch vor Abbau während eines Kaloriendefizits.

In zahlreichen Lebensmitteln sind die deshalb so wertvollen Proteine enthalten. Ein paar Beispiele sind Fleisch, Fisch, Eier und Hülsenfrüchte. Proteinpulver werden häufig eingesetzt, um den durch das Training erhöhten Eiweißbedarf noch einfacher zu decken, ohne dass man übergroße Mengen an Fleisch etc. konsumieren muss.


Woraus besteht Proteinpulver – reine Chemie?
Proteinpulver werden aus natürlichen Lebensmitteln hergestellt. Die am häufigsten verwendeten Quellen sind Milch und Molke. In einem Filtrationsprozess wird bei diesen Quellen das Protein vom Fett und von den Kohlenhydraten getrennt. Übrig bleibt also ein Molkenprotein (Whey) bzw. ein Milcheiweiß (Casein), während der unerwünschte Milchzucker (Laktose) und das Fett fast vollständig entfernt wurden. Auch andere natürliche Quellen wie Eier, Reis und Rind werden zum Teil für Proteinpulver verwendet.
Bei den meisten Pulvern wird nun noch ein Geschmack zugesetzt. Neben den Klassikern Schoko, Vanille und Erdbeer, gibt es hier mittlerweile die leckersten Kreationen :-) . Natürlich muss an dieser Stelle gesagt werden, dass diese Geschmäcker meist synthetisch hergestellt werden. Der Anteil dieser „Chemie“ im Produkt ist im Verhältnis zum gesamten Pulver jedoch prozentual so gering, dass man ihn fast vernachlässigen kann. Wer das nicht will, kann natürlich auf ein Proteinpulver ohne Geschmack („neutral“) zurückgreifen.
Um seinen Eiweißbedarf zu decken ist es theoretisch nicht zwingend notwendig Shakes zu trinken.
ABER: Es ist eine Vereinfachung! Es erleichtert uns den Alltag und die Mahlzeitenplanung. Ein Shake aus 30 g Proteinpulver und 300 ml Flüssigkeit ist innerhalb von Sekunden getrunken und entspricht einem Proteingehalt von 100 g Fleisch. Verglichen damit ist es zudem auch noch preisgünstiger.
Außerdem sind Proteinshakes kalorienbewusst und sättigend! Sie helfen uns dabei, unsere Kohlenhydrat- und Fettaufnahme zu reduzieren.
Zum Teil helfen uns Proteinpulver auch dabei die süßen Sünden des Lebens zu einer legitimen Alternative zu machen. Statt einem Sahnepudding können wir uns zum Beispiel einen leckeren Casein-Pudding zaubern (HIER geht es zum Rezept-Video).

Nierenbelastung?
Den Mythos, dass Proteinpulver gesunde Nieren schädigt, gehört ins Land der Märchen. Langzeitstudien belegen eindeutig, dass bis zu 2,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht dauerhaft keine negativen Konsequenzen für die Nieren mit sich bringen. Im Gegenteil: Ein erhöhter Proteinkonsum verbessert die Filtrationsleistung der Nieren sogar. Bei Leuten mit Nierenerkrankungen sieht das natürlich oft anders aus. In diesen Fällen ist bitte immer der behandelnde Arzt zu fragen. Häufig werden Proteinshakes (dosiert eingesetzt) aber auch hier als unproblematisch eingestuft.

Fazit: Proteinpulver sind für Niemanden ein Muss, aber die Fakten aus Wissenschaft und auch unseren Erfahrungen mit mittlerweile mehreren Zehntausenden Kunden bestätigen, dass sie mehr als nur eine Daseinsberechtigung haben. Sie helfen unseren Proteinbedarf einfach, schnell, kalorienbewusst und in hochwertiger Form zu decken.

Ein wichtiger Indikator für die Qualität eines Proteins ist übrigens die biologische Wertigkeit. Nur Produkte mit hoher biologischer Wertigkeit können vom Körper gut in körpereigenes Eiweiß „umgebaut“ werden. Wir empfehlen deshalb keine allzu günstigen Produkte aus Drogerie- oder Supermärkten zu wählen. HIER findest du unsere Empfehlungen.

Du willst in nur 70 Tagen in die Form deines Lebens kommen? HIER findest du den ultimativen Trainings- und Ernährungsguide dazu!

Alina & Julian